Freitag, 10. Juli 2015

9./10. Juli Teslin/Watson lake

Erster Übernachtungsplatz auf dem Alaska Highway nach White Horse ist der Provincianal Park in Teslin, auf welchem wir bereits auf der Fahrt hinauf nach Alaska übernachtet haben. Die Strecke bis Watson Lake haben wir bereits einmal nordwärts befahren. Da es inzwischen oft geregnet hat, ist auch das Feuer-Verbot aufgehoben und Roli kann endlich wieder mal so ein richtiges Grill-Feuer entfachen. Holz darf man sogar gratis nehmen hier. Es war zwar Regen angesagt, aber es blieb praktisch den ganzen Tag trocken und jetzt kommt sogar noch die Sonne hervor, so dass wir unsere Rentierwürste draussen geniessen können. Nach einer ruhigen Nacht fahren wir beizeiten nach Watson Lake, wo der bekannte Schilderwald steht. Hier haben Leute aus allen Herren Länder Ortstafeln, Autonummern und allerhand andere Schilder aufgehängt. Neben dieser Attraktion und dem Northern Light Center gibt es hier nicht viel zu sehen. Allerdings sehen wir im erwähnten Northern light Center einen interessanten Film über die Nordlichter, die in dieser Region mache dem Polarkreis im Winterhalbjahr auch vorkommen.

Viele Horsmenfelder wie in Finnland

Schilderwald in Watson Lake

Roli beim Montieren seines Nummernschildes

Da war auch schon jemand hier aus Humlikon..
und aus Flums..
und das kennen wir auch!

Nordlichter im Northern light Center


Über Watson Lake liegt bei unserer Ankunft ein ziemlicher Rauchschleier. Weiter südlich gab es offenbar grosse Waldbrände, diese sind zwar inzwischen gelöscht, aber die Rauchwolken liegen noch über der Gegend.

Mittwoch, 8. Juli 2015

7./8. Juli in Whitehorse


Nachdem wir vom Dempster Highway zurück auf dem Klondike Highway sind, fahren wir noch weiter bis zum Moose Creek Gouvernement Campground, wieder ein einfacher Übernachtungsplatz mitten im Wald. Unsere Befürchtung, dass uns dort die Mücken überfallen, bewahrheitetet sich nicht. Und in der nahen Lodge kriegen wir auch noch einen feinen Burger.

Wir sind in Whitehorse angekommen und bleiben 2 Tage hier, genächtigt wird auf dem Wal Markt Parkplatz, was hier offenbar ein Muss für Weltenbummler ist. Man trifft sich hier, die einen sind nordwärts, die anderen - wie wir - südwärts unterwegs.

Nach einem Besuch im Visitor Center, wo wir uns als erstes ins Internet stürzen (also bildlich gesprochen) und unsere Mails checken, bummeln wir ein wenig durch die Strassen. Beim deutschen Bäcker erstehen wir ein feines Dunkelrot, endlich wieder mal eines mit Kruste! Wir entdecken ein kleines Restaurant etwas versteckt in einer Querstrasse und essen auf der Terrasse sehr fein nach karibischer Art.

Am nächsten Tag ist nochmals gründliche Autowäsche angesagt, fast 2 Stunden dauert es, bis der letzte Dreck vom Dempster Highway weg ist. Danach spazieren wir dem schönen Wanderweg entlang in die Innenstadt, stöbern in den hübschen laden und machen einen Besuch auf dem legendären Raddampfer SS Klondike ll

1. - 6. Juli auf dem Dempster Highway


Der Dempster Highway führt von Dawson City nordwärts nach Inuvik auf unbefestigter Strasse 740 Kilometer hin, 740 Km denselben Weg zurück. Nach ca. 400 Kilometern kommt man an den Polarkreis. In Inuvik geht die Sonne zwischen dem 25. Mai und dem 18. Juli nicht unter.

Abhängig vom Wetter ist der Dempster mehr oder weniger gut zu befahren, das heisst, bei trockener Witterung recht gut zu befahren, bei Regenwetter verwandelt sich der Belag (der über weite Teile mit Kalzium Chlorid gebunden wird) in eine rutschige Angelegenheit mit tiefen Gräben. Bei einer Autopanne ist man auf die Hilfe anderer angewiesen, sofern man diese nicht selber beheben kann. Werkstätten sind spärlich auf der Strecke, ebenso Siedlungen. Ganze drei gibt es auf der gesamten Strecke und man erlebt wirklich die Weite der nördlichen Tundra. Allerdings begegnet man jetzt im Sommer immer wieder Reisenden nach oder von Inuvik. Bei vielen Weltenbummlern auf der Panamericana gehört der Dempster Highway einfach dazu. Kein Wunder, haben wir hier oben noch nie so viele Schweizer und Deutsche getroffen. Auf dem letzten Übernachtungsplatz, wunderschön auf der Eagle Plein Hochebene gelegen (luftig und ohne Mücken), waren wir innert kürzester Zeit drei Wohnmobile mit Zürcher Nummern!

Ein besonderes Erlebnis war die Begegnung mit einer Bärenmutter mit zwei Jungen am Strassenrand. Fast hätten wir sie aber übersehen, die Familie war auf Nahrungssuche im Graben neben der Strasse und leicht zu übersehen. Nur weil eines der neugierigen Jungen auf die Strasse hochkrabbelte, gelang uns diese schöne Begegnung.

Die Stadt Inuvik machte eher einen bedrückenden Eindruck. Viele Einheimische Jugendliche hingen auf der Strasse herum, schon tagsüber mit Alkoholflaschen in den Händen. Die Arbeitslosigkeit und die damit einhergehende Perspektivelosigkeit verursacht wol diesen Zustand in dieser abgelegenen Gegend. Uns ginge es vielleicht nicht viel besser, bei 7-8 Monaten kältestem Winter und einem kurzen Sommer voller Mücken und anderem stechendem Getier! Wir erlebten diese Plagegeister auch während einer Übernachtung in der Wildnis.


In Inuvik vollenden wir die Reise auf der Panamericana, welche vor 1 1/2 Jahren in Burnes Aires begonnen hatte, uns dann an den südlichsten Punkt des Kontinents nach Ushuaia führte und von dort kontinuierlich den amerikanischen Kontinent hoch bis eben jetzt nach Inuvik, an den nördlichste zu befahrenden Punkt. Nur die Prudhoe Bay wäre noch weiter nördlich gelegen. Bei Inuvik ist man daran, die Strasse noch bis ganz ans Nordpolarmeer zu verlängern.




Das "Tor" zum Dempster Highway
Schon bald läuft der erste Bär vor uns über die Strasse

Es hat geregnet und die Strasse ist teilweise sehr matschig

Noch ein paar Eindrücke von der Hinreise:












Endlich erreichen wir Inuvik
Die Eiskathedrale in Inuvik
Wandbilder sieht man hier oft
Es wird gekocht....


Und am nächsten Tag gibts Fertigfondue

Kümmerliche Setzlinge auf dem lokalen Markt


unser Womo, wie paniert

Das Auto braucht eine Wäsche...


Wegen dem Permafrost liegen alle Leitungen oben
In ganz Kanada und Alaska: Bärensichere Abfallcontainer



Gemütliches Beisammensein in der Pampa

3 Zürcher auf dem Demspter



Auf der Rückfahrt: tolles Wetter






Bärenfamilie auf dem Dempster

Samstag, 4. Juli 2015

Dawson City - eine von Kanadas vielen Goldgräberstädchen


Dawson City

Vom 27. Juni bis 1. Juli machen wir Station in der kleinen, aber pittoresken Goldgräberstadt Dawson City (Kanada). Ein Städtchen wie ein lebendes Museum.

Hier wird zum ersten Mal der Fluss Yukon gesichtet und überquert, Wäsche gewaschen, Judiths 55. Geburtstag am 30. Juni sowie der Kanada Day am 1. Juli gefeiert (sowie dem Umzug im Regen beigewohnt),  geschlemmt im Restaurant Aurora (Schnitzel und Hackbraten), geführt von einem ausgewanderten Schweizer, eine Flussfahrt auf dem Yukon mit einem Einheimischen (first Nation) gemacht, die Vorräte für den 740 Kilometer langen Dempster Highway aufgefüllt sowie die gesprungene Frontscheibe geflickt (100 Kanada Dollar) und den kaputte Keilriemen der Klimaanlage ersetzt. Und zu guter Letzt die grandiose Aussicht vom 600 Meter hohen "Midnight Dome" auf den Zusammenfluss des Klondike mit dem Yukon River sowie die umgepflügten Claims der Goldgräber genossen.

Ankunft am Yukon River:


Wir überqueren den Yukon



Der ehemalige Raddampfer SS Keno




Beim Geburtstagsbrunch

Eindrücke vom Umzug am Kanada Day:





Hübsche und weniger hübsche Ecken von Dawson City:








Aussicht vom "Midnight Dome:
Die umgegrabene Landschaft vom Goldgraben und waschen

Blick auf den Zusammenfluss von Yukon und Klondike River


Ausfahrt auf dem Yukon, mit Tommy, dem First Nation people, welcher noch allein auf einer kleinen Insel lbt.


Auf dem Yukon

Wrack eines ehemaligen Raddampfers

Tommies "fish week", eine besondere Art des Fischens